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Sag Nein zu Drogen: Kokain

Es wird viel über Drogen geredet. In der Öffentlichkeit, in der Schule, im Internet und im Fernsehen. Lassen Sie sich nicht täuschen. Sie brauchen Fakten, um sich selbst vor Drogen zu schützen und um Ihren Freunden zu helfen, drogenfrei zu bleiben. Aus diesem Grund haben wir diesen Artikel geschrieben — für Sie.

 

WAS IST KOKAIN?

 

Mit Kokain wird eine Droge bezeichnet, die in Pulverform oder in Form von Kristallen konsumiert wird. Das Pulver kommt meist mit anderen Stoffen vermischt auf den Markt: etwa mit Stärke, Talkumpuder, Zucker oder auch Procain — eine dem Kokain ähnliche, zur Lokalanästhesie verwendete Verbindung — oder mit anderen Drogen wie zum Beispiel Amphetaminsubstanzen.

 

Das aus den Blättern des Kokastrauchs gewonnene Kokain wurde ursprünglich als Schmerzmittel hergestellt. Es wird in der Regel geschnupft, wodurch das Pulver durch die Nasenschleimhaut in den Blutkreislauf gelangt. Es kann auch anderswo in die Schleimhaut eingerieben werden — etwa ins Zahnfleisch.

 

Von Abhängigen wird es oft auch gespritzt, damit es direkt in den Blutkreislauf gelangt und seine Wirkung schneller entfaltet. Das Risiko einer Überdosis steigt dadurch allerdings erheblich. Inhaliert man Kokain als Rauch oder Dampf, gelangt es ebenfalls schneller in den Blutkreislauf, aber ohne die mit Injektionen verbundenen Risiken.

 

In kristalliner Form nennt man es Crack-Kokain. 

 

TÖDLICHES WEISSES PULVER

 

Kokain ist eine der heimtückischsten Drogen überhaupt. Vielen Konsumenten ist es beinahe unmöglich, sich wieder aus seinem Griff zu befreien — Kokain fesselt einen sowohl physisch als auch mental. Physisch stimuliert die Droge Teile des Gehirns, wodurch eine starke Euphorie hervorgerufen wird. Der Körper gewöhnt sich aber sehr schnell an die Droge, mit der Folge, dass nur höhere Dosen und verstärkter Konsum das gleiche Hochgefühl hervorbringen.

 

Heute ist Kokain ein weltweites Milliardengeschäft. Die Konsumenten kommen aus allen Altersgruppen, Berufszweigen und wirtschaftlichen Verhältnissen. Sogar Schulkinder sind darunter, die gerade einmal acht Jahre alt sind.

 

Kokainkonsum kann zum Tod durch Ersticken führen oder einen Herzinfarkt, Hirnschlag oder Schlaganfall auslösen. Kinder von kokainabhängigen Müttern kommen bereits als Süchtige zur Welt. Viele dieser Babys haben Geburtsfehler und zahlreiche andere Probleme. Trotz all dieser Gefahren nimmt der Kokainhandel und -missbrauch stetig zu.

 

INTERNATIONALE STATISTIKEN

 

Kokain ist die zweithäufigst geschmuggelte Droge der Welt. Die neuesten Statistiken zeigen, dass die Beschlagnahme von Kokain weltweit gestiegen ist und heute 756 Tonnen beträgt. Die größte Menge wird in Südamerika beschlagnahmt, gefolgt von Nordamerika.

 

Der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht zufolge ist Kokain auch die am zweithäufigsten konsumierte illegale Droge in Europa. Etwa 7,5 Millionen junger Menschen (15 bis 34Jahre) haben Kokain wenigstens einmal in ihrem Leben ausprobiert, davon 3,5 Millionen im letzten Jahr und 1,5 Millionen im letzten Monat. 

 

Gemäß dem Jahresbericht 2008 über Drogenprobleme in Europa haben etwa 4 Millionen Europäer im Jahr 2007 Kokain konsumiert. In sieben von acht Fällen handelte es sich dabei um junge Erwachsene im Alter zwischen 15 und 34 Jahren. 

 

Nach Cannabis ist Kokain die am häufigsten konsumierte Umfragen zeigen, dass etwa die Halb der europäischen Tanzklubgänger auf Kokain high gewesen sind.

 

Etwa 12 Millionen Europäer haben mindestens ein Mal in ihrem Leben Kokain genommen. In den Vereinigten Staaten ist Kokain weiterhin die Droge, die dem „Netzwerk für die Warnung vor Drogenmissbrauch" am häufigsten von den Notaufnahmen der Krankenhäuser berichtet wird.

 

Im Jahr 2005 gab es 448 481 Aufnahmen in der Notaufnahme, bei denen Kokain im Spiel war. Der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht zufolge ist besonders in den Niederlanden und Spanien Kokain die Droge, die nach Heroin die umfangreichste Behandlung  erfordert. 47 % der Personen, die in Spanien wegen Drogenmissbrauchs behandelt wurden, waren Kokainkonsumenten; in den Niederlanden waren es 35 %.

 

WARUM IST KOKAIN SO SUCHTERZEUGEND?

 

Von allen Drogen verursacht Kokain nach Methamphetamin die größte psychologische Abhängigkeit. Methamphetamin ist ein stark suchterzeugendes Stimulans (Aufputschmittel), das auf das zentrale Nervensystem (Gehirn und Rückenmark) wirkt.

 

Es löst verschiedene biochemische Vorgänge im „Vergnügungszentrum" des Gehirns aus und verursacht eine extrem hohe Euphorie, die der Konsument immer wieder erleben will. Der Körper gewöhnt sich innerhalb kurzer Zeit an die Droge, und so bringt dieselbe Menge Kokain bald immer weniger von dem erwarteten Vergnügen.

 

TÖDLICHE DROGENKOMBINATION

 

Kokain wird auch zusammen mit anderen Drogen oder Medikamenten genommen, wie zum Beispiel mit Beruhigungsmitteln, Aufputschmitteln, Marihuana oder Heroin. Solche Kombinationen vergrößern die Gefahren des Kokainkonsums erheblich: Zusätzlich zu der Wahrscheinlichkeit einer noch stärkeren Abhängigkeit — jetzt von zwei Drogen — kann man leicht auch auf eine Drogenkombination mit tödlichen Folgen stoßen.

 

KINDER: DIE UNSCHULDIGSTEN OPFER DES KOKAINS

 

Oft hört man die Aussage: „Ja, ich nehme Drogen, aber das ist meine Angelegenheit!"

Die Wahrheit ist, dass Drogenmissbrauch auch unzählige völlig unschuldige Menschen in Mitleidenschaft zieht, angefangen von jenen, die der Beschaffungskriminalität von Drogenabhängigen zum Opfer fallen, bis hin zu jenen, die bei von Drogenkonsumenten verursachten Verkehrsunfällen ums Leben kommen.

 

Am tragischsten ist der Fall der Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft Kokain nehmen. Allein in den USA werden jährlich Zehntausende von Babys geboren, die bereits im Mutterleib Kokain ausgesetzt waren. 

 

Auch bei denjenigen unter ihnen, die als Folge keine tatsächliche Abhängigkeit entwickelten, gibt es oft Probleme wie zum Beispiel Frühgeburten, niedriges Geburtsgewicht, gehemmtes Wachstum, Geburtsfehler sowie Nervensystem- und Gehirnschäden.

 

Babys mit niedrigem Geburtsgewicht haben im Vergleich zu normalgewichtigen Babys in ihrem ersten Lebensmonat eine 20 Mal höhere Sterblichkeitsrate. Zudem besteht bei ihnen ein erhöhtes Risiko lebenslanger Gebrechen, geistiger Entwicklungshemmung oder durch Gehirnschäden verursachter Lähmungen. 

 

Es gibt keine Worte, mit denen diese menschlichen Tragödien angemessen beschrieben werden könnten.

 

SIE KÖNNEN JETZT DREI DINGE TUN

 

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Und dann einen von uns Bescheid geben, was Sie getan haben. 

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