WAS IST CRYSTAL METH?
Crystal Meth steht kurz für das englische „Crystal Methamphetamine“. Dabei handelt es sich um eine Form des Methamphetamins. Methamphetamin ist eine weiße, kristalline Droge, die geschnieft (durch die Nase inhaliert), geraucht oder gespritzt wird. Sie wird auch gegessen.
Doch auf welche Weise auch immer sie konsumiert wird – im User erweckt sie ein starkes Verlangen, mehr davon zu nehmen. Bei den meisten Menschen lösen Amphetamine aller Art ein Hochgefühl aus, ein starkes Gefühl der Zuversicht und der Energie, eine Art hyperaktive Wachheit, gekoppelt mit Appetitlosigkeit.
Die Droge wirkt üblicherweise 6 bis 8 Stunden, doch ebenso ist auch eine Wirkung bis zu 24 Stunden möglich. Der erste Konsum mag eine angenehme Erfahrung sein, ist aber auch der erste Schritt in Richtung auf ein zerstörtes Leben.
WAS IST METHAMPHETAMIN?
Methamphetamin ist eine illegale Droge in derselben Kategorie wie beispielsweise Kokain. Seine Formen sind unter vielen Namen bekannt, wie Meth, Crystal, Shabu oder Speed.
So wird beispielsweise Crystal Meth von allen Altersgruppen konsumiert, wenn auch hauptsächlich als „Club Drug“ in der Club-Szene oder bei Rave-Partys, wo es auch als Ice oder Glass bekannt ist.
Crystal Meth ist eine gefährliche und hochpotente chemische Substanz und – wie alle Drogen – ein Gift, das zunächst stimuliert, aber dann den Körper systematisch zerstört. Es gibt einen ursächlichen Bezug zwischen seiner Einnahme und Gedächtnisverlust, Aggressivität und psychotischem Verhalten. Auch können Herz- und Hirnschäden auftreten.
Es braucht die Ressourcen des Körpers auf und erzeugt so eine vernichtende Abhängigkeit, die nur durch den weiteren Konsum der Droge etwas gelindert werden kann. Crystal Meth ist extrem Sucht erzeugend. Viele User berichten, dass sie gleich beim allerersten Konsum der Droge abhängig wurden.
„Crystal Meth probierte ich nur einmal und – peng! – gleich war ich abhängig“, erzählt ein Meth-Abhängiger, der seine Familie, Freunde und seine Musikerkarriere verloren hatte und obdachlos geworden war. Es ist deshalb nicht überraschend, dass es sich hier um eine der schlimmsten Abhängigkeiten überhaupt handelt und man ihr kaum entkommen kann. Viele Meth-User sterben.
WIE SIEHT METHAMPHETAMIN AUS?
Methamphetamin wird gewöhnlich als kristallines, weißes, geruchloses und bitter schmeckendes Pulver verkauft. Es löst sich problemlos in Wasser oder Alkohol auf. Das Pulver kann auch farbig sein, etwa braun, gelbgrau, orange, selbst rosa. Es kann in Tablettenform vermarktet werden.
Wie bereits erwähnt, wird es geschnieft, geraucht oder gespritzt. Crystal Meth hat gewöhnlich die Form klarer, klobiger Kristalle, die an Eis erinnern. Es wird hauptsächlich geraucht.
WORAUS WIRD METH HERGESTELLT?
Methamphetamin ist eine synthetische (im Labor hergestellte) chemische Substanz. Es ist also nicht – wie beispielsweise Kokain – pflanzlicher Herkunft.
Meth wird gewöhnlich in Untergrundlabors hergestellt, wo verschiedenen Amphetaminformen oder derivaten andere Chemikalien beigemischt werden, um die Wirksamkeit des Produkts zu erhöhen. Ganz gewöhnliche Pillen wie etwa Erkältungspillen dienen oft als Grundlage für die Herstellung der Droge.
Der „Meth-Koch“ extrahiert den Wirkstoff in diesen Pillen, nämlich Pseudoephedrin (eine chemische Substanz, die von dem Stimulans Amphetamin stammt), und kombiniert sie mit Zutaten, deren Einnahme für den Menschen gefährlich ist oder sogar tödlich ausgehen kann – Batteriesäure, Abflussreiniger, Lampenöl und Frostschutzmittel –, um die Stärke der Droge zu intensivieren.
Diese gefährlichen chemischen Substanzen sind potenziell explosiv. Weil die Meth-Köche selbst drogenabhängig und desorientiert sind, tragen sie oft schwere Verbrennungen davon, verlieren Körperteile oder werden getötet, wenn ihre Zubereitung explodiert. Solche Unfälle bringen natürlich auch andere Menschen in Gefahr.
Illegale MethLabors verursachen auch große Mengen Giftmüll. Ein Pfund Methamphetamin bedeutet fünf Pfund toxischen Abfall. Wer diesen Abfallstoffen ausgesetzt ist, kann schwere Vergiftungen erleiden.
EINE WELTWEITE EPIDEMIE
Das United Nations Office on Drugs and Crime schätzt die weltweite Produktion von amphetaminartigen Stimulanzien, was Methamphetamin mit einschließt, auf etwa 500 Tonnen pro Jahr. Sie werden von 24,7 Millionen Menschen konsumiert.
Die Regierung der Vereinigten Staaten berichtete im Jahr 2008, dass etwa 13 Millionen Menschen über 12 Jahre Methamphetamin genommen haben, 529 000 davon nehmen es regelmäßig.
Im Jahr 2007 gaben 4,5 % der amerikanischen Highschoolschüler und 4,1 % der Mittelschüler an, dass sie mindestens einmal in ihrem Leben Methamphetamin genommen haben. Zu den Spitzenreitern in Europa gehört Tschechien, wo Meth unter der Vorkriegsbezeichnung Pervitin gehandelt wird.
Pervitin wird in vielen kleinen und einigen größeren Untergrundlabors hergestellt und in erster Linie im Land selbst konsumiert, aber auch in andere Länder exportiert.
In Deutschland hat der Methamphetaminkonsum in den vergangenen Jahren zugenommen.
Besonders in den Gebieten nahe der tschechischen Grenze ist ein starker Konsumanstieg zu verzeichnen. Es wird vermutet, dass Crystal Meth in Sachsen mittlerweile den Hauptanteil illegal konsumierter Substanzen ausmacht.
Aus der Tschechischen Republik, Schweden, Finnland, der Slowakei und Lettland wird berichtet, dass zwischen 20 und 60 % der Personen, die Entzugsmaßnahmen beantragen, Amphetamin und Methamphetamin missbrauchen.
Etwa 22 500 Tschechen im Alter zwischen 15 und 64 Jahren nahmen im Jahr 2006 Meth. Das ist fast die doppelte Anzahl derjenigen, die Opiate missbrauchen. Etwa 15 500 Slowaken nahmen Meth. In Südostasien ist die am häufigsten vorkommende Form von Methamphetamin eine kleine Pille, die in Thailand „Yaba“ und auf den Philippinen „Shabu“ genannt wird.
Die toxischen Bestandteile von Meth führen zu massivem Zahnverfall, was auch als „Meth-Zähne“ bekannt ist. Die Zähne verfärben sich, werden schwarz und verfaulen bis zu einem Punkt, wo sie gezogen werden müssen. Zähne und Zahnfleisch werden von innen heraus zerstört und die Zahnwurzeln verfaulen.
DIE TÖDLICHEN WIRKUNGEN VON METH
Methamphetamin und Crystal Meth erzeugen ein falsches Gefühl des Wohlbefindens und der Energie. User neigen dazu, ihren Körper schneller und weiter voranzutreiben, als es dieser verkraften kann. Deshalb können Drogenkonsumenten einen ernsthaften „Crash“ – einen körperlichen und geistigen Zusammenbruch – erleben, nachdem die Wirkung der Droge nachgelassen hat.
Weil die fortgesetzte Drogeneinnahme zudem das natürliche Hungergefühl reduziert, können regelmäßige User enorm an Gewicht verlieren. Weitere Nebenwirkungen sind: Schlafstörungen, Hyperaktivität, Übelkeit, falsche „Machtgefühle“, erhöhte Aggressivität und Reizbarkeit.
Andere negative Wirkungen, die auftreten können: Schlaflosigkeit, Verwirrung und Halluzinationen. Die Kurz- und Langzeitwirkungen auf den Konsumenten sind narbige und vorzeitig gealterte Gesichter spiegeln die Sucht nach Crystal Meth wider.
WIE METHAMPHETAMIN DAS LEBEN BEEINTRÄCHTIGT
Wenn Menschen Methamphetamin konsumieren, übernimmt die Droge in kleinerem oder größerem Ausmaß die Kontrolle ihres Lebens. Man kann drei Kategorien des Missbrauchs unterscheiden:
GELEGENTLICHER METH-KONSUM: Wer gelegentlich Methamphetamin konsumiert, schluckt oder schnieft die Droge üblicherweise. Gelegenheitskonsumenten wollen den extra Kick, den Methamphetamin liefert, zum Beispiel um länger wach bleiben zu können oder um eine Aufgabe oder Arbeit abzuschließen; oder sie nehmen es als Appetitzügler, um Gewicht zu verlieren. Solche User sind nur einen Schritt entfernt davon, abhängig zu werden und die Kontrolle an die Rauschsubstanz abzugeben.
INTENSIVER KONSUM: Diese User rauchen oder injizieren Methamphetamin, dies ermöglicht ihnen, eine höhere Wirkung aus ihrer Drogendosis herauszuholen und einen stärkeren „Kick“ zu erleben, der dann aber psychisch abhängig macht. Sie stehen an der Schwelle zum hochintensiven Dauerkonsum.
HOCHINTENSIVER DAUERKONSUM: Diese User sind Schwerstabhängige. Das ganze Streben dieser „Speed Freaks“ ist darauf ausgerichtet, dem „Crash“ vorzubeugen, dem schmerzhaften Absturz vom High des Drogenrausches. Um den gewünschten „Kick“ der Droge aufrechtzuerhalten, müssen Süchtige mehr und mehr davon einnehmen. Aber wie auch bei anderen Drogen ist jeder Meth-Rauscheffekt bei gleicher Dosis geringer als der vorherige. So wird der Meth-Süchtige tiefer und tiefer in eine dunkle und tödliche Spirale der Abhängigkeit gepresst.
SIE KÖNNEN JETZT DREI DINGE TUN
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Mit freundlichen Grüssen
Luise, Uta und Volker
Gruppe "Initiative für eine verbesserte Lebensqualität"