MEDIKAMENTENMISSBRAUCH
EIN ERNSTES PROBLEM
Der Konsum von rezeptpflichtigen Medikamenten zur Entspannung stellt bei Teenagern und jungen Erwachsenen ein großes Problem dar. Studien aus den USA zeigen, dass Jugendliche eher rezeptpflichtige Medikamente missbrauchen, als zu illegalen Drogen greifen.
Viele Jugendliche denken, rezeptpflichtige Medikamente seien sicher, weil sie von einem Arzt verschrieben worden sind. Wenn man sie jedoch für nicht-medizinische Zwecke einnimmt, um „high“ zu werden oder um sich selbst zu behandeln, kann das ebenso gefährlich und süchtig machend sein, wie die Einnahme illegaler Drogen.
Bei einer Einnahme rezeptpflichtiger Medikamente bestehen ernste gesundheitliche Risiken. Daher müssen sie vom Arzt verschrieben werden. Und selbst dann muss die Vergabe genau überwacht werden, um Sucht oder andere Probleme zu verhindern.
Viele Pillen sehen gleich aus. Es ist äußerst gefährlich, irgendeine Pille einzunehmen, über die Sie sich unsicher sind oder die nicht Ihnen verschrieben wurde. Menschen können auch verschiedene Reaktionen auf Arzneimittel zeigen, aufgrund der Unterschiede in der Körperchemie jeder einzelnen Person.
Ein Medikament, das für eine Person in Ordnung war, kann für jemand anderen sehr riskant oder sogar tödlich sein. Rezeptpflichtige Medikamente sind nur sicher für die Personen, die tatsächlich das Rezept für sie bekommen haben, und niemanden sonst.
REZEPTPFLICHTIGE MEDIKAMENTE
WAS SIE WISSEN SOLLTEN
Aufgrund ihres Missbrauchs- und Suchtpotenzials wurden viele Medikamente von der US-Drogenbekämpfungsbehörde (DEA) in die gleiche Kategorie wie Opium oder Kokain eingestuft. Dazu gehören z. B. die Stimulanzien Ritalin und Dexedrin oder die Schmerzmittel Oxycodon, Dolantin und Morphinsulfat.
Viele der heute illegalen Straßendrogen wurden einst von Ärzten oder Psychiatern verwendet oder verschrieben. Später jedoch wurden sie verboten, nachdem die Nachweise für ihre schädlichen Wirkungen nicht länger ignoriert werden konnten. Beispiele hierfür sind Heroin, Kokain, LSD, Methamphetamin und Ecstasy.
Der Missbrauch rezeptpflichtiger Medikamente kann sogar riskanter sein als der Missbrauch illegal hergestellter Drogen. Durch die hohe Wirksamkeit einiger synthetischer (künstlich hergestellter) Drogen, die als Arzneimittel verschrieben werden, ist auch das Risiko einer Überdosierung hoch. Das gilt besonders für Oxycodon und ähnliche Schmerzmittel, bei denen sich die Todesfälle durch Überdosierung in fünf Jahren mehr als verdoppelt haben.
Viele Menschen erkennen nicht, dass die Verteilung oder der Verkauf von rezeptpflichtigen Medikamenten (außer durch einen Arzt oder Apotheker) eine Form von Drogenhandel ist und genau so illegal wie der Verkauf von Heroin oder Kokain, der mit hohen Geldstrafen und Gefängnis geahndet wird.
Wenn der Handel mit Medikamenten zu schwerer Körperverletzung oder sogar zum Tode führt, droht dem Dealer eine lebenslange Freiheitsstrafe.
KLASSEN REZEPTPFLICHTIGER MEDIKAMENTE, DIE MISSBRAUCHT WERDEN
Rezeptpflichtige Medikamente, die zur Entspannung genommen werden, fallen in die folgenden Hauptkategorien:
1. Beruhigungsmittel: Sie wirken auf das zentrale Nervensystem (Gehirn und Rückenmark) und verlangsamen die Gehirnfunktion. Dazu gehören Sedativa (sie machen ruhig und schläfrig) und Tranquilizer (sie sollen Spannungen oder Ängste abbauen).
2. Opioide und Morphin-Derivate: Sie sind im Allgemeinen als „Painkiller“ bekannt und enthalten Opium oder Opium-ähnliche Substanzen. Sie werden als Schmerzmittel eingesetzt. Derivat: ein chemischer Stoff, der aus einem ähnlichen Grundstoff abgeleitet wurde.
3. Stimulanzien: Eine Klasse von Arzneimitteln, die Energie und Aufmerksamkeit steigern sollen. Sie erhöhen aber auch den Blutdruck und beschleunigen den Herzschlag und die Atmung.
4. Antidepressiva: Psychopharmaka, die angeblich Depressionen lindern.
BERUHIGUNGSMITTEL
Diese Medikamente werden manchmal auch als „Downers“ bezeichnet. Sie sind in Form von bunten Tabletten, Kapseln oder in flüssiger Form erhältlich. Einige Mittel aus dieser Klasse, wie Zyprexa, Seroquel und Haldol, sind als Neuroleptika oder Antipsychotika bekannt. Sie sollen die Symptome psychischer Erkrankungen lindern.
Beruhigungsmittel wie Xanax, Rivotril, Halcion und Librium werden oft als Benzos. Kurzform für Benzodiazepine, das sind Beruhigungsmittel, die die Muskelspannung herabsetzen und innere Unruhe dämpfen) bezeichnet. Andere Beruhigungsmittel wie Amytal, Nembutal und Secobarbital werden Barbiturate genannt. Diese werden als Beruhigungs- und Schlafmittel verwendet.
Es folgt eine Liste der gängigen Handelsnamen und Slangbezeichnungen:
MARKENNAMEN
·Xanax
·Valium
·Halcion
·Librium
·Lorazepam
·Rivotril
·Amytal
·Nembutal
·Secobarbital
·Phenobarbital
SZENENAMEN
·Candy
·Downers
·Schlaftabletten
·Tranks
·Glückspillen
·Barbis
·Reds
·Red Birds
·Phennies
·Golf Balls
·Yellows
·Yellow Jackets
BERUHIGUNGSMITTEL KURZZEITWIRKUNGEN
Höhere Dosen können Gedächtnisschwäche verursachen, Urteilsvermögen und Motorik beeinträchtigen, Reizbarkeit, Paranoia† und Selbstmordgedanken hervorrufen. Manchmal kommt es auch zu gegenteiligen Wirkungen, wie z. B. Unruhe oder Aggressionen.
Eine gleichzeitige Einnahme von Beruhigungsmitteln und Tranquilizern mit anderen Substanzen, insbesondere mit Alkohol, kann eine Verlangsamung der Atmung und der Herzfrequenz hervorrufen und sogar zum Tode führen.
Kurzzeitwirkungen von Beruhigungsmitteln:
• Erschöpfung: extreme körperliche oder geistige Müdigkeit
• Paranoia: Argwohn, Misstrauen und Angst vor anderen Menschen
• Herabgesetzte Gehirnfunktionen
• Verlangsamter Puls und Atmung
• Niedrigerer Blutdruck
• Konzentrationsschwierigkeiten
• Verwirrung
• Schwindelgefühl
• Lallen
• Fieber
• Trägheit
• Sehstörungen
• Erweiterte Pupillen
• Desorientierung, motorische Probleme
• Depressionen
• Schwierigkeiten oder Unfähigkeit zu urinieren
• Sucht
BERUHIGUNGSMITTEL LANGZEITWIRKUNGEN
Man entwickelt schnell eine Toleranz gegenüber vielen Beruhigungsmitteln und braucht als Folge davon eine höhere Dosis, um die gleiche Wirkung zu erzielen. Der Versuch des Konsumenten, das gleiche High zu erreichen, führt oft zu immer höheren Dosen, bis hin zur Überdosis, die dann zum Koma oder sogar Tod führt.
Langfristige Einnahme des Beruhigungsmittels kann Depressionen, chronische Müdigkeit, Atembeschwerden, sexuelle Probleme und Schlafstörungen hervorrufen. Bei wachsender Drogenabhängigkeit wird das Verlangen des Konsumenten danach immer größer, er bekommt gewöhnlich Angstgefühle und wird panisch, wenn er seine nächste Dosis nicht bekommen kann.
Entzugserscheinungen beinhalten Schlaflosigkeit, Schwäche und Übelkeit. Bei Langzeitkonsumenten und schwer Abhängigen können Erregtheit, Fieber, Delirium, Halluzinationen und Krämpfe auftreten. Im Gegensatz zum Entzug von den meisten Drogen kann der Entzug von Beruhigungsmitteln lebensbedrohlich sein.
Diese Medikamente erhöhen das Risiko eines hohen Blutzuckerspiegels und sie können auch zu Diabetes und Gewichtszunahme führen. Es wurden Fälle von einer Gewichtszunahme bis zu 50 Kilogramm berichtet.
Antipsychotika, eine Klasse von Beruhigungsmitteln, waren für den Tod von 45 Menschen hauptverantwortlich, die durch Herzprobleme, Ersticken, Leberversagen oder Selbstmord ums Leben gekommen waren. Das geht aus einer Studie der USA Today hervor, die sich auf Daten der US-Arzneimittelbehörde FDA gründete, die innerhalb von vier Jahren zusammengetragen worden sind.
ROHYPNOL
Bei Rohypnol (Flunitrazepam) handelt es sich um ein Beruhigungsmittel aus der Klasse der Benzodiazepine, das etwa 10 Mal so stark ist wie Valium. Es ist in Form von weißen oder olivgrünen Tabletten erhältlich. Konsumenten zerdrücken die Pillen und schnupfen das Pulver, vermengen es mit Marihuana und rauchen es, mischen es in Getränke oder injizieren es.
HANDELSNAMEN
·Rohypnol
·Fluninoc
·Guttanotte
·Somnubene
SZENENAMEN
·Flunies
·Ruppies
·Ruffies
·Ro(s)chies
·Ropse
·Ropys
·R2
·Kapseln
·Pillen
·Tabletten
AUSWIRKUNGEN VON ROHYPNOL
Rohypnol wird häufig im Rahmen von Raub- und Sexualdelikten genutzt, um das Opfer zu betäuben und damit wehrlos zu machen. Es löst sich in Flüssigkeiten ganz auf und wird auch „K.O.-Tropfen“ genannt. Man sollte daher sein Getränk nie unbeaufsichtigt lassen oder aus herumgereichten Gläsern o. ä. trinken.
Rohypnol-Konsumenten beschreiben die Auswirkungen oft als „lähmend“. Die Wirkung setzt nach 20 bis 30 Minuten ein, erreicht innerhalb von 2 Stunden ihren Höhepunkt und kann 8 bis 12 Stunden lang anhalten.
Die Betroffenen können dadurch so außer Gefecht gesetzt werden, dass sie zusammenbrechen. Sie liegen mit offenen Augen auf dem Boden und sind zwar dazu in der Lage, die Ereignisse zu beobachten, können sich aber nicht bewegen.
Es kommt zu Gedächtnislücken. Sie können sich hinterher nicht daran erinnern, was passiert ist. Die Betroffenen verlieren die Kontrolle über ihre Muskeln, werden verwirrt, benommen und leiden an Amnesie.
Flunitrazepam (Rohypnol u. a.) wird in Europa und Lateinamerika als Schlafmittel vertrieben. In einigen Ländern wie den USA ist es jedoch nicht als Medikament zugelassen und gilt als illegale Droge.
OPIOIDE UND MORPHINE DERIVATE
Opioid ist ein Sammelbegriff für eine chemisch uneinheitliche Gruppe natürlicher und synthetischer Substanzen, die morphinartige Eigenschaften aufweisen. Derartige Mittel wirken schmerzlindernd auf das Nervensystem. Fortgesetzte Einnahme und Missbrauch können dazu führen, dass körperliche Abhängigkeit und Entzugserscheinungen auftreten.
Opioide sind in flüssiger Form sowie in Form von Tabletten oder Kapseln erhältlich.
Eine Liste der gängigen Handelsnamen und Slangbezeichnungen:
·Longtussin
·Talvosilen
·Codies
·Schoolbag
·Schoolboy
·Fours & Dors
·Abstral
·Effentora
·Durogesic
·Apache China white
·Persian White
·TNT
OPIATE UND MORPHINE DERIVATE
Die dauerhafte Einnahme oder der Missbrauch von Opioiden kann zu physischer Abhängigkeit und Sucht führen. Der Körper passt sich an die Drogen an und Entzugserscheinungen treten auf, wenn die Einnahme reduziert oder beendet wird.
Dazu gehören Unruhe, Muskel- und Knochenschmerzen, Schlaflosigkeit, Durchfall, Erbrechen und plötzliches Frieren mit Gänsehaut („kalter Entzug“). Es kann auch ein Gewöhnungseffekt eintreten, was bedeutet, dass Langzeitkonsumenten ihre Dosen erhöhen müssen, um die gleiche Wirkung zu erzielen.
Weitere Informationen über den Missbrauch von Schmerzmitteln finden Sie im Blog-Artikel "Fakten über Schmerzmittel" aus dieser Reihe.
STIMULANZIEN
Stimulanzien, manchmal auch als „Uppers“ bezeichnet, erhöhen vorübergehend die Wachheit und sorgen für einen Energieschub. Die gebräuchlichsten Straßendrogen, die in diese Klasse fallen, sind Kokain und Amphetamine.
Rezeptpflichtige Stimulanzien sind in Form von Tabletten und Kapseln erhältlich. Bei einem Missbrauch von Stimulanzien werden sie geschluckt, in flüssiger Form injiziert oder gemahlen und dann geschnupft.
Es folgt eine Liste der gängigen Handelsnamen und Slangbezeichnungen:
HANDELSNAMEN
·Ritalin
·Concerta
·Medikinet
·Equasym
·Benzedrin
·Dexedrin
SZENENAMEN
·Ritas
·Pep
·Vitamin R
·Smarties
·Speed
·Arbeiterkoks
·Cappies
·Black Beauty
·Power
·Free Base
·Vitamin A
·Uppers
STIMULANZIEN
KURZFRISTIGE AUSWIRKUNGEN
Stimulanzien verursachen ein kurzfristiges Hochgefühl, unmittelbar gefolgt von einem Tief in Form von einem Gefühl der Erschöpfung, Apathie und Depression. Aufgrund dieser schnell auftretenden und dauerhaften Erschöpfung greift der Konsument von Stimulanzien erneut zu diesen Mitteln. Bald schon geht es ihm nicht mehr um das „High“. Er versucht nur noch, sich wieder „gut“ zu fühlen und irgendwie wieder zu Kräften zu kommen.
STIMULANZIEN
LANGFRISTIGE AUSWIRKUNGEN
Stimulanzien können süchtig machen. Der wiederholte Konsum von hohen Dosen einiger Stimulanzien über einen kurzen Zeitraum kann zu feindseligen Gefühlen oder zu Paranoia führen. Solche Dosen können auch zu einem gefährlichen Anstieg der Körpertemperatur und zu unregelmäßigem Herzschlag führen.
Weitere Informationen über den Missbrauch rezeptpflichtiger Stimulanzien finden Sie im Blog-Artikel "Fakten über Kokain" aus dieser Reihe.
ANTIDEPRESSIVA
Eine weitere Kategorie von rezeptpflichtigen Medikamenten, die manchmal missbraucht werden, sind Antidepressiva. Dazu gehören Fluctin, Seroxat, Citalopram, Zoloft, Trevilor und Remergil. Diese gibt es als bunte Kapseln und Tabletten.
Studien haben gezeigt, dass diese Drogen folgende
Auswirkungen haben können:
• Schlaflosigkeit
• Reizbarkeit
• Nervosität und
• Gewaltgedanken und
• Erregung
• Selbstmordgedanken
• Muskelzittern
• Feindseligkeit
• Schwitzen
• Unregelmäßiger
• Aggressionen
• Kriminelles Verhalten
• Verwirrung und
• Verfolgungswahn
• Halluzinationen
• Psychosen
• Akathisie (schmerzhafte innere Unruhe und die Unfähigkeit, still zu sitzen)
Eine Studie ergab, dass 14 % der jungen Menschen, die ein Antidepressivum einnahmen, aggressiv und sogar gewalttätig wurden. Ein 12-Jähriger hatte Albträume davon, wie er seine Mitschüler umbringt und dann selbst erschossen wird. Der Traum fühlte sich nach dem Aufwachen immer noch „sehr real“ an, er träumte auch in den nächsten Tagen immer wieder vom Töten und die Träume erschienen ihm zunehmend realer. Er bekam akute Selbstmordgedanken, bis das Medikament abgesetzt wurde.
Diese Studie enthielt noch einige andere Beispiele für extremes und irrationales Verhalten von Einzelpersonen, die diese Medikamente nahmen. Ein Mann rammte einen Polizisten mit seinem Auto, sodass er dessen Waffe an sich reißen konnte, und erschoss sich.
Ein anderer Mann ertränkte sich und seine beiden kleinen Kinder in einer Badewanne und ein Junge knüppelte einen guten Freund ohne ersichtlichen Grund nieder. Keiner von ihnen war bis dahin jemals gewalttätig gewesen.
Die Entzugserscheinungen von Antidepressiva beinhalten Selbstmordgedanken, Aggressionen, Angst, Depressionen, Weinkrämpfe, Schlaflosigkeit, Schwindel, Erbrechen, Kopfschmerzen, Zittern und das Gefühl elektrischer „Schläge“ im Gehirn.
"Mein ganzer Körper schrie nach diesen Pillen. Ich konnte die Gefühle nicht ertragen, die ich ohne sie hatte. Ich brauche mehr Hilfe, um den Effexor-Entzug zu schaffen. Ich bin so deprimiert, dass ich angefangen habe mich zu ritzen und ich weiß nicht mal genau warum. Alle paar Stunden habe ich Halluzinationen und sehe Dinge. Erst heute habe ich Blut an meiner Wand heruntertropfen sehen." – Rita
KETAMIN
Ketamin ist ein sogenanntes dissoziatives Anästhetikum. Ein Medikament, das Seh- und Hörvermögen einschränkt und ein Gefühl der Distanz (Dissoziation) zur Außenwelt und zu sich selbst erzeugt. Es wird meist als Narkosemittel in der Human- und Tiermedizin in Pulver- oder flüssiger Form eingesetzt.
Als Droge wird es injiziert, Getränken beigemischt, geschnupft oder in Form von Joints bzw. Zigaretten geraucht. In Deutschland, der Schweiz und Österreich ist Ketamin rezeptpflichtig, unterliegt jedoch nicht dem Betäubungsmittelgesetz (Österreich: Suchtmittelgesetz).
Zu den kurz- und langfristigen Nebenwirkungen gehören gesteigerte Herzfrequenz, hoher Blutdruck, Amnesie, Halluzinationen sowie potenziell tödliche Atmungsprobleme. Ketamin-Konsumenten können eine regelrechte Gier nach dem Mittel entwickeln.
Bei Einnahme hoher Dosen kommt es nach Berichten von Konsumenten zum sogenannten „Ketamin-Loch“, „einem Gefühl, neben sich zu stehen“, und zu „Nahtod-Erfahrungen“.
Da Ketamin einen losgelösten, traumhaften Zustand hervorruft, in dem der Konsument fast bewegungsunfähig wird, wird es auch als „K.O.-Tropfen“ verwendet: Opfer von Vergewaltigungen können sich oft an keine Details erinnern.
HANDELSNAMEN
·Ketanest
·Ketanest S
·Ketalar
·Ketavet
SZENENAMEN
·K, Special K
·Kate
·Barbara
·Ket
·Kitty
·Kiti
·Vitamin K
·Multiketamin
·Fiction
·Keta
MISSBRAUCH MIT REZEPTFREIEN MEDIKAMENTEN
Auch freiverkäufliche Erkältungs- und Hustenmittel, die Dextromethorphan (DXM) enthalten, wurden als „Insiderdroge“ missbraucht. DXM ist als Sirup, Gel und in Tablettenform erhältlich. Besonders gefährlich ist es, wenn es als Pulver über das Internet verkauft wird, wegen der fragwürdigen Zusammensetzung und Dosierung. Es ist weltweit in mehr als 100 Produkten enthalten.
HANDELSNAMEN
·Wick Husten-Sirup
·Neo Tussan
·Hustenstiller
·ratiopharm
·Wick Formel 44
·Hustenstiller
SZENENAMEN
·DXM
·Dextro
·Hustensaft
·DEX
·Silomat
·Bexin (Schweiz)
INTERNATIONALE STATISTIKEN
In den USA missbrauchen täglich 2500 Jugendliche im Alter zwischen 12 und 17 Jahren zum ersten Mal ein rezeptpflichtiges Schmerzmittel. Missbrauch rezeptpflichtiger Medikamente grassiert besonders in den USA, ist aber auch ein Problem in vielen anderen Teilen der Welt, darunter Europa, Südafrika und Südasien.
Allein in den USA missbrauchen mehr als 15 Millionen Menschen rezeptpflichtige Arzneimittel. Das sind mehr Menschen, als all diejenigen, die Kokain, Halluzinogene, Schnüffelstoffe und Heroin nehmen, zusammengenommen.
In Deutschland sind etwa 1,4 Millionen Menschen abhängig von rezeptpflichtigen Medikamenten, etwa ebenso viele Menschen sind suchtgefährdet. Das entspricht ungefähr der Zahl der Alkoholabhängigen (1,3 Millionen). Die Anzahl der Medikamentenabhängigen ist etwa vier bis sieben Mal so hoch wie die Anzahl der Drogenabhängigen.
Schätzungsweise 1 bis 1,1 Millionen Menschen sind allein von Schlaftabletten oder Beruhigungsmitteln abhängig. In den USA wurde in einer Erhebung im Jahr 2007 festgestellt, dass 3,3 % der 12- bis 17-Jährigen und 6 % der 17- bis 25-Jährigen innerhalb des vergangenen Monats rezeptpflichtige Medikamente missbraucht hatten.
TODESURSACHEN
Der größte Teil der Todesfälle durch eine Überdosis Drogen stammt vom Missbrauch rezeptpflichtiger Medikamente. 38,2 % der 22 400 Menschen, die in den USA im Jahr 2005 an einer Überdosis starben, hatten Opioid-Schmerzmittel missbraucht.
Im Jahr 2005 gaben in den USA 4,4 Millionen Jugendliche im Alter zwischen 12 und 17 Jahren zu, rezeptpflichtige Schmerzmittel zu nehmen. Weitere 2,3 Millionen nahmen rezeptpflichtige Stimulanzien wie Methylphenidat, z. B. Ritalin, Medikinet.
2,2 Millionen missbrauchten rezeptfreie Medikamente wie z. B. Hustensaft. Das Durchschnittsalter von Erstkonsumenten liegt jetzt zwischen 13 und 14 Jahren.
Beruhigungsmittel, Opiate und Antidepressiva verursachen mehr Todesfälle durch Überdosierung (45 %) als Kokain, Heroin und Amphetamin zusammen (39 %).
In den Vereinigten Staaten ereigneten sich früher die meisten Todesfälle in afroamerikanischen Vierteln. Heute stehen ländliche Gebiete mit weißer Bevölkerung an erster Stelle.
Das US-Nationale Zentrum für Sucht und Drogenmissbrauch an der Columbia Universität erklärt, von den 1,4 Millionen Notaufnahmen im Zusammenhang mit Drogen im Jahr 2005 waren 598 542 durch den Missbrauch von Medikamenten allein oder zusammen mit anderen Drogen bedingt.
Umfragen zufolge glauben fast 50 % der Jugendlichen, dass rezeptpflichtige Medikamente viel sicherer sind als illegale Drogen. 60–70 % geben an, dass sie sich über ihre Hausapotheke mit Drogen eindecken.
SIE KÖNNEN JETZT DREI DINGE TUN
1) Besuchen Sie die 'SAG NEIN ZU DROGEN' Webseite und erfahren Sie alles über Drogen und deren Prävention – einfach hier auf diesen Link klicken: https://www.sag-nein-zu-drogen.de
2) Kaufen Sie das Buch 'Dianetik' und werden Sie ein drogenfreier Clear – einfach hier auf diesen Link klicken: https://www.freiheit-im-kopf.de/dianetik
3) Oder Sie gehen in eine der vielen Scientology-Kirchen oder Scientology-Missionen gleich in Ihrer Nähe – einfach hier auf diesen Link klicken: https://www.scientology.de/churches/locator.html
Und dann einen von uns Bescheid geben, was Sie getan haben.
Einfach auf dieses untere Email antworten:
Luise’s Email: [email protected]